Hilfe
für rehegefährdete Pferde
Heute weiss man, dass zu den Auslösern der Hufrehe Fructane und resistente
Stärke zählen. Während bei Weidegang die Fructanzufuhr beachtet
werden muss- Fructane kommen im Weidegras vor- kommt Stärke in nennenswerten
Mengen nur aus dem Krippenfutter. Stärke nennt man dann resistent, wenn
sie der Verdauung durch die Enzyme im Dünndarm entgeht und bis in den Dickdarm
gelangt. Dort wird sie durch Mikroorganismen dann sehr rasch fermentiert. Pferde
reagieren sehr unterschiedlich auf diese Überfrachtung des Darms mit Stärke.
Während einige mit einer milden Form der Rehe reagieren, die manchmal gar
nicht wahrgenommen wird, entstehen bei anderen schwere Reheanfälle und
auch Koliken. Entgegen einer landläufigen Meinung kann ein Proteinüberangebot
diesen Prozess höchstens unterstützen.
Entscheidend ist gerade für empfindlich reagierende Pferde die verfütterte Stärkemenge, die Vorbehandlung und die Herkunft. Das hohe Stärkeangebot über die meisten herkömmlichen Mischfuttermittel ist im Hinblick auf die Entstehung von Hufrehe als durchaus problematisch zu beurteilen.
Hilfreich zur Vorbeugung und Behandlungsunterstützung ist also eine drastische Verringerung des Stärkeangebotes an Kraftfutter. Dafür muss dann aber ein anderer Energielieferant gewählt werden. So kann ein beträchtlicher Anteil der Energie alternativ aus Futterfetten stammen. Dafür kommen in erster Linie pflanzliche Öle wie Leinöl oder Sojaöl in Betracht oder z. B. die sehr fetthaltige Reiskleie. Das hat einige weitere Vorteile: das fettreiche Futter ist geeignet, eine in unerwünschte Weise überschießende Aktivität der Darmflora „in ihre Schranken zu weisen“. Die im Vergleich zur Kohlenhydratverbrennung viel effektivere Fettverbrennung stellt mehr Energie zur Verfügung. Die Futtermenge kann reduziert werden. Eine Umstellung des Pferdeorganismus auf die „Fettdiät“ sollte über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten langsam geschehen. Dann sieht man den Erfolg nicht nur an einer stabileren Gesundheit, sondern an den verbessertem Muskelaufbau und entsprechend dynamischeren Bewegungen.
Seit neuestem gibt es ein Futter, das auf die Bedürfnisse Rehe- und PSSM gefährdeter Pferde abgestimmt ist. Nach umfangreichen Versuchen im Rahmen einer Meisterarbeit wertete man an der Uni Leipzig die Ergebnisse aus. Auf dieser Basis produziert nun die Scharnebecker Mühle ein Futter, das kohlenhydrat- sprich getreidefrei ist. Es ist im übrigen nicht nur für erkrankte Pferde interessant. Die Fütterung ist auch und gerade vorbeugend sinnvoll bei Pferden, die von der Veranlagung her Rehe- oder Kreuzverschlag gefährdet sind.
HILFE – HOTLINE FÜR DIE BESITZER
VON PFERDEN MIT PSSM UND HUFREHE
ZUR BEHANDLUNG MIT MUSCLE PROTECT FUTTER:
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